Verböserung ist ein Begriff aus dem Steuerrecht. Er bedeutet, dass ein Verwaltungsakt auch zum Nachteil dessen geändert werden kann, der einen Einspruch eingelegt hat. Eine Verböserung ist nur im Verfahren über einen Einspruch zulässig – jedoch nicht in einem Verfahren vor den Finanzgerichten. Falls ein Einspruchsverfahren im Endeffekt zu einer Verböserung führt, ist der Einspruchsführer auf die Möglichkeit einer verbösernden Entscheidung unter Angabe der Gründe hinzuweisen. Darüber hinaus muss ihm Gelegenheit zur Gegenäußerung gegeben werden. Nach Paragraph 362 AO kann derjenige, der den Einspruch eingelegt hat, durch Rücknahme seines Einspruchs der Verböserung entgehen.